Warum in die Ferne schweifen … Gut zwei Stunden dauert die Tour mit dem Nachtwächter durch Dorsten – und das sind zwei sehr interessante Stunden, in denen wir viel über die Stadt von ihren Anfängen über die Blütezeit während der Hanse bis zur heutigen Zeit erfahren.

Dorsten, ca. 10 km von Gladbeck entfernt, gehörte einst und heute immer noch zur Hanse! Wer hätte das gedacht?

Bereits im Jahr 11 v. Chr. lagerten im heutigen Stadtteil Holsterhausen die Römer, was aber keine weiteren Spuren hinterlassen hat. Im 13. Jahrhundert jedoch entwickelte sich Dorsten von dem kleinen verträumten Dorf zu einer wichtigen Handelsdrehscheibe.

Da der Ort günstig an der Lippe und nahe zu den großen Handelsstraßen lag, zog er Handwerker und Fernkaufleute aus vielen Teilen Deutschlands, Belgiens und den Niederlanden an. Die Lippe war die Lebensader der Region, denn über sie wurden Güter über Wesel und den Rhein bis in die Niederlande, nach England, Frankeich und Dänemark transportiert. So wurde Dorsten als „Kleine Hansestadt“ in den Hansebund aufgenommen und die Dorstener Handelsleute hatten direkten Zutritt zu den Hansekontoren und Niederlassungen der anderen Hansestädte. Die Einnahmen der Stadt stiegen entsprechend und so konnten sich die Bürger eines gewissen Wohlstands erfreuen.

Aber wie gewonnen, so zerronnen. Im 30jährigen Krieg (1618-1648) erlahmten Handel und Verkehr und nach dem Westfälischen Frieden konnte der einstige Wohlstand nicht wieder hergestellt werden. Die große Zeit der Hanse war ebenfalls vorbei und so wandelte sich das einst blühende Städtchen zurück zur Landgemeinde.

Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist wohl das Spikerhaus, ein Speicherhaus des Stiftes Xanten, in dem die Bauern ihre Steuern in Form von Naturalien entrichten mussten. Außerdem dient es der Beherbergung der Inspektoren des Stiftes Xanten bei ihren Besuchen in Dorsten. Erbaut wurde das Haus Mitte des 17. Jahrhunderts und steht heute natürlich unter Denkmalschutz.

Das Spikerhaus

Aus der Zeit der Hanse datiert ein Gebäude am Marktplatz, das an drei Seiten rundbogige Arkaden aufweist und später um eine repräsentative Stadtwaage erweitert wurde. Die Waage gibt es leider nicht mehr, aber das Gebäude steht mittlerweile unter Denkmalschutz und beherbergt heute ein Museum.

Nach dem Niedergang der Hanse blieb es lange Zeit ruhig um die damaligen kleinen Hansestädte. Doch im Juni 1983 ließen ehemalige Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den alten Bund neu aufleben und unterzeichneten die Gründungsurkunde des Westfälischen Hansebundes mit Sitz in Herford. 47 Mitglieder zählt die Westfälische Hanse, darunter eben auch die Stadt Dorsten. 

Wir haben bei dieser Führung viele interessante Dinge über wichtige Bürger der Stadt erfahren. Da ich nicht aus Dorsten komme und auch nicht in Dorsten wohne, war mir dieser Teil nicht so wichtig und ich konnte mir all die Namen auch gar nicht merken. Der geneigte Leser möge es mir verzeihen.

Unser Guide hat uns in den zwei Stunden gut unterhalten und uns die wechselhafte Geschichte und die zahlreichen „Besitzer“ der Stadt aufgezählt, die aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage immer wieder die Begehrlichkeit der umliegenden Fürsten weckte. Von diesen ständigen Machtwechseln und Eroberungen erzählt auch die Tafel „Dorstener Geschichte“ an den Resten der Stadtmauer.

Stadtmauer mit Guide

Aus der Zeit der Hanse datiert ein Gebäude am Marktplatz, das an drei Seiten rundbogige Arkaden aufweist und später um eine repräsentative Stadtwaage erweitert wurde. Die Waage gibt es leider nicht mehr, aber das Gebäude steht mittlerweile unter Denkmalschutz und beherbergt heute ein Museum. 

Stadtwaage

Nach dem Niedergang der Hanse blieb es lange Zeit ruhig um die damaligen kleinen Hansestädte. Doch im Juni 1983 ließen ehemalige Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den alten Bund neu aufleben und unterzeichneten die Gründungsurkunde des Westfälischen Hansebundes mit Sitz in Herford. 47 Mitglieder zählt die Westfälische Hanse, darunter eben auch die Stadt Dorsten. 

Wir haben bei dieser Führung viele interessante Dinge über wichtige Bürger der Stadt erfahren. Da ich nicht aus Dorsten komme und auch nicht in Dorsten wohne, war mir dieser Teil nicht so wichtig und ich konnte mir all die Namen auch gar nicht merken. Der geneigte Leser möge es mir verzeihen.

Unser Guide hat uns in den zwei Stunden gut unterhalten und uns die wechselhafte Geschichte und die zahlreichen „Besitzer“ der Stadt aufgezählt, die aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage immer wieder die Begehrlichkeit der umliegenden Fürsten weckte. Von diesen ständigen Machtwechseln und Eroberungen erzählt auch die Tafel „Dorstener Geschichte“ an den Resten der Stadtmauer.

Stadtmauer mit Guide

Interessant ist auch die Geschichte der Kirche St. Agatha, deren Original bereits im 11. Jahrhundert gebaut, Ende des 2. Weltkrieges dann völlig zerbombt wurde. Man hat sie wieder aufgebaut – mit allem, was es damals an Baumaterial aus den zerstörten Häusern gab. So entstand eine sehr sehenswerte Fassade. Aber auch das Innere ist mehr als sehenswert. Das weiß ich aus eigener Anschauung – an diesem Abend war die Kirche leider verschlossen.

St. Agatha

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Dichte an Sterneköchen ist Dorsten größer ist als in München. Wenn also jemand mal exquisit speisen möchte, dann auf nach Dorsten! Ob „Zum Goldenen Anker“, „Restaurant Rosin“ oder „Zum Blauen See“ … der verwöhnte Gaumen dürfte nicht enttäuscht werden wink 

Sternekoch Björn Freitag

Auf diesem Spaziergang wurden wir von Rolf Steinwede begleitet, pensionierter Geschichtslehrer, dem die Freude an seinem „Hobby“ anzumerken war.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedenfalls lauschten ihm aufmerksam.

Die Stadtführungen kann man übrigens über die Stadtinfo Dorsten (Tel. 02362-663066 oder per E-Mail an stadtinfo@dorsten.de) buchen. Es gibt nicht nur die Nachtwächterführungen, sondern auch Veranstaltungen speziell für Kinder, und Themenwanderungen wie „Kunst im öffentlichen Raum“, „Spannende Persönlichkeiten aus Dorsten“ oder „Jüdisches Leben in Dorsten“. Es lohnt sich auch, immer mal wieder auf die Homepage der Stadt Dorsten (www.stadtinfo-dorsten.de) zu schauen, da oft auch Sonderveranstaltungen angeboten werden.