Das Motto der diesjährigen Ruhrfestspiele

Es war – wie immer – eine gut besuchte Veranstaltung im Ruhrfestspielhaus, bei der uns Olaf Kröck zunächst das Motto  in eindringlicher und anschaulicher Weise näher brachte, bevor er und sein Team das Programm der 80. Ruhrfestspiele vorstellten.

Auch in diesem Jahr sind die geplanten Beiträge wieder hochpolitisch und bringen neben heimischen auch international hochkarätige Stücke auf die Bühne. Jeder Theaterbegeisterte wird von der Vielzahl der Themen – die sowohl erschrecken als auch erstaunen – begeistert sein. Da ist wirklich für jeden etwas dabei.

Im Beisein von Gewerkschaftsvertretern, dem Oberbürgermeister von Recklinghausen, Künstlern und Medienvertretern wurden einige Aufführungen aus den Bereichen Schauspiel, Tanz, Literatur, Lesung, Dialog, Zwischenräume, neuer Zirkus, Junge Ruhrfestspiele, Musik und Kabarett besonders detailliert mit Inhaltsangaben und kleinen Videoclips vorgestellt, was natürlich viel besser wirkt und mehr Eindruck hinterlässt, als wenn man nur das Programm liest.

 

Die feierliche Eröffnung findet am 3. Mai mit dem Tanztheater Huang Yi & KUKA statt, eine Verbindung von Tanz und Robotik. Huang Yi hat in jahrzehntelanger Arbeit einen Roboterarm (KUKA) immer wieder neu programmiert, bis ein poetischer Dialog zwischen Mensch und Maschine möglich wurde. Mir scheint, das wird ein sehr innovativer Abend.

Die Eröffnungsrede hält Ursula Krechel (prämierte Schriftstellerin, die sich in ihren Werken u.a. mit Exil, Flucht, Feminismus auseinandersetzt). Auch darauf darf man gespannt sein.

Zudem möchte ich nicht versäumen, auf ein besonderes Projekt aufmerksam zu machen: Seit einigen Jahren schon können Freunde der Ruhrfestspiele als Patinnen und Paten Karten für 6,50 Euro erwerben, die dann an Kinder und Jugendliche ausgegeben werden, die sich Vorstellungen und Workshops finanziell nicht leisten können. So konnten in der vergangenen Saison fast 500 Jugendliche gefördert werden. Eine tolle Sache, die noch viel breiter bekannt gemacht werden sollte. Und wer kann, sollte sich gerne an diesem Projekt beteiligen.

Die Ruhrfestspiele beginnen am 1. Mai mit dem traditionellen Kulturvolksfest und enden dieses Mal am 13. Juni mit dem „Ausklang auf dem Grünen Hügel“. Abends kann dann bei der Finale Festival Fete, der Kopfhörerparty im Foyerzelt des Großen Festspielzelts, abgezappelt werden.

Wie sich mittlerweile herumgesprochen haben sollte, wird das große Haus zurzeit renoviert und steht in dieser Spielsaison nicht zur Verfügung. Das Große Festspielzelt bietet aber Platz für 500 Theaterbegeisterte, so dass es nicht zu einem Engpass kommen sollte.

So soll es aussehen.

Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die diesjährigen Festspiele – und natürlich auch auf den 1. Mai auf dem Grünen Hügel.